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I woke up and wished that I was dead

 Wenn es einen Gott gibt, dann muss er Sadist sein.

Denn zu wissen,  dass heute der Tag war an dem er Schluss machen würde, hätte mir schon vollkommen gereicht um mich in den gleichgültigen Zustand vollkommener Passivität zu versetzten. Aber, dass dann der Wecker klingelt und mir die Weepies "I woke up and wished that I was dead" ins Ohr singen, war wirklich an der Grenze des guten Geschmacks. " I woke up and wished that I was dead, with an aching in my head, I lay motionless in bed. I thought of you and where you'd gone, and let the word spin maldy on"

Aber gut. Das Schicksal ignorierend, beschloss ich also mich anzuziehen. Wenigstens wollte ich hübsch aussehen, wenn er mich verlässt.

Ich entschloss mich also für den kurzen Jeansrock, der eigentlich total schuluntauglich sit und ein blaues Oberteil. Schließlich sollte er ja sehen zu was er da nein danke sagt.

Aber was verlässt er da denn eigentlich? Eine eingeschüchtertes Mächden mit Helferkomplex, das selber genug Probleme hat, als dass es sich um andere kümmern sollte. Ein essgestörtes Wesen, krampfhaft auf der Suche nach Liebe?

Eine wohl ziemlich treffende Beschreibung. Und würde man ihn fragen, würde er wohl nicken und gehen. Was er ja beim gestrigen Gespräch eindrucksvoll bewiesen hatte.

29.7.08 15:15


Was bisher geschah...

Um euch zu erklären, wie es dazu kommen konnte mich in ihn zu verlieben, ihn, der "denkt es ernst zu meinen" sollte ich mich zunächst mal vorstellen.

Im Folgenen werde ich wohl als Patrizia auftreten. Nicht, weil das mein richtiger Name ist, sondern weil mein LK Lehrer mich nach einem Jahr immer noch so nennt, ohne sich deswegen Gedanken zu machen. Und wenn ein Mensch, der mich fünf Stunden die Woche sieht es nicht für nötig hält meinen richtigen Namen zu kennen, dann sollte es für euch auch keine Rolle spielen.

Patrizia jedenfalls wird von ihren Eltern auch gerne als Dumpfbacke bezeichnet. Dumpfbacke wie Kelly in eine schrecklich nette Famile. Nicht nur weil ich blond bin, sondern auch, weil man von mir in etwa das selbe erwartet. Hübsch, aber dumm. Wenn selbst die Eltern irgendwann anfangen diese Meinung zu vertreten ist klar, dass es zu großem Gelächter führte, als Dumpfbacke verkündet hatte sie wolle Medizin studieren. "Medizin, Kleine, is ja schließlich nur was für Superstudenten. Mach doch lieber was Leichteres"

Nicht verwunderlich also, dass ich irgendwann angefangen habe meine  leichtere Rolle zu leben und mich nur noch mit Äußerlichkeiten und Weggehen befasst habe. Bis dann eines Tages die Zweifel kamen und die Angst nichts zu sein. Nichts zu haben, außer das Blondchen Image. Und mit der Angst vor dem Nichts kam die Angst vor dem Kontrollverlust. Und dann kam das Hungern. Das Hungern, dass ich mittlerweile überwunden habe und dass nur in Extremsituationen zurückkommt und mir ein Gefühl von Halt gibt. In Extremsituationen wie jetzt, in denen mein Essverhalten dann verrückt spielt und von Fasten, über Bulimie bis hin zum Fressanfall mit anschließendem Übergeben alles möglich ist. Ein Grund mehr das Chaos in meinem Leben zu sortieren.

29.7.08 15:39





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