Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


http://myblog.de/flabellulum

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
In the end it doesn't even matter

Gestern wars dann also da. Das Gefühl zu zerspringen. Das Gefühl in ein Loch zu fallen, erdrückt zur werden. Das Gefühl das einen wünschen lässt gefühllos zu werden. Das einem die Tränen in die Augen treibt und einem die Konsequenz der eigenen Existenz vor Augen führt.

Meine Konsequenz war mir sofort klar. Angst. Und immer wenn ich Angst habe, kommt der Kontrollverlust. Und immer wenn der Kontrollverlust kommt, beginne ich zu Hungern. In Zukunft würde ich also hungern.

Warum es so weit gekommen ist? Ich wollte ihm sagen was ich vorher nicht konnte. Aus Angst ihn zu verlieren. Gestern hab ichs getan. Und ich hab ihn verloren.

Pathetisch und kontrollsüchtig wie ich bin hab ichs aufgeschrieben, damit ich genau weiß was ich sagen kann und nichts vergesse. Hab mir ein Word Dokument angelegt und ihm dann gesagt was da stand.

Hey,
nen Brief zu schreiben is sicher nicht die Mutigste, wohl aber die einzige Möglichkeit dir zu sagen was ich ja schon n paar mal versucht hat. Persönlich schaff ich’s nicht und im icq bist du selten länger anwesend, deswegen also so:
Alex, du hast gesagt, du bist nun mal so wie du bist und ich muss dich so akzeptieren oder es halt lassen.
Aber wie bist du denn? Was erwartetst du? Was willst du überhaupt? Weißt du’s denn selber?
Ich für meinen Teil weiß, dass ich wirklich was für dich fühl und dass ich mit dir zusammen sein will.
Aber willst du das denn auch? Oder denkst du nur, dass du was empfindest? Dass du’s versuchen willst?
Ich hab einfach das Gefühl, dass alles von mir ausgeht. Versteh mich nicht falsch, ich hab kein Problem damit, wenn  du nicht gern telefonierst oder mir schreibst, wirklich nicht. Aber ich hab n Problem damit, wenn du dich nicht meldest und kein Interesse zeigst. Des macht mich einfach fertig. Und im Normalfall hab ich auch kein Problem damit mich zurückzustellen, damits den anderen besser geht, aber in dem Fall funktionierts nicht.
Es funktioniert nicht, weil ich schon länger ne Essstörung hab, die ich aber im Griff hab, bis was passiert, des mich halt wirklich berührt. So wie jetzt.
Ich muss also wissen was los is. Wie du dir des alles vorstellst. Und wenn du einfach so viel Freiraum brauchst, dass man sich nicht öfter als einmal die Woche sieht muss ich des wissen. Und wenn du keine Lust hast mich zu sehen –und so kommts mir einfach vor-, dann musst mir das auch sagen. Weil’s mich sonst kaputt macht.
 
Und deshalb bitte ich dich wirklich rauszufinden, was ich dir bedeute, was die Beziehung dir bedeutet. Und unter Umständen sogar ob du mich denn überhaupt vermissen würdest.
Und weil du des neulich befürchtet hast: ich erwarte nicht jede Woche ne Bestätigung oder sonst was. Ich bitte dich nur, dir einmal klar zu werden was du willst. Dir klar zu werden, nicht nur zu glauben oder zu denken, ob du des willst. Ob du mich willst. Ob du uns willst.
Lass dir Zeit mit der Antwort, schließlich hab ich die ja auch gebraucht ums dir zu sagen. Ich bin daheim, wenn du vorbeikommen willst, aber du kannst’s mir auch online sagen, wenn’s leichter oder sowieso unwichtig für dich ist. Und fühl dich jetzt ja nicht für irgendwas verantwortlich, ich leb schon länger mit der Essstörung.
Du musst nur wissen, was du möchtest. Ob du denn überhaupt willst, dass da jemand is, der für dich da is und sich um dich kümmert. Oder ob dir was „Pauli-unverbindliches“ - die dir übrigens nicht abgeneigt ist- lieber is.
Du hast auch gesagt, du bist immer ehrlich zu mir. Nur vielleicht solltest du damit mal bei dir anfangen.
 
Die Zeit seit der wir zusammen sin war echt toll für mich und mir würd’s mein Herz brechen, wenn’s jetzt enden sollte. Aber Kommunikation und Ehrlichkeit is mir eben einfach wichtig. Und an ner Beziehung muss man eben arbeiten.
Aber im Grunde is es deine Entscheidung.

Dann hat er gesagt, dass ers versucht hab, aber einfach nicht der Typ für ne Beziehung is. Dass er mal verliebt war, enttäuscht wurde und jetzt einfach so is. Dass das keine Masche oder Art is seine Gefühle zu verstecken, sondern, dass er so ist.

Und dass er nicht wirklich was für mich fühlt.

Irgendwie bin ich im Moment auch nicht fähig irgendwas zu fühlen außer Taubheit. Und hass gegen mich selber, weil ich so dumm sein konnte. Weil ich zulassen konnte, dass so jemand mein Leben zerstört

4.8.08 22:17


Was bisher geschah...

Um euch zu erklären, wie es dazu kommen konnte mich in ihn zu verlieben, ihn, der "denkt es ernst zu meinen" sollte ich mich zunächst mal vorstellen.

Im Folgenen werde ich wohl als Patrizia auftreten. Nicht, weil das mein richtiger Name ist, sondern weil mein LK Lehrer mich nach einem Jahr immer noch so nennt, ohne sich deswegen Gedanken zu machen. Und wenn ein Mensch, der mich fünf Stunden die Woche sieht es nicht für nötig hält meinen richtigen Namen zu kennen, dann sollte es für euch auch keine Rolle spielen.

Patrizia jedenfalls wird von ihren Eltern auch gerne als Dumpfbacke bezeichnet. Dumpfbacke wie Kelly in eine schrecklich nette Famile. Nicht nur weil ich blond bin, sondern auch, weil man von mir in etwa das selbe erwartet. Hübsch, aber dumm. Wenn selbst die Eltern irgendwann anfangen diese Meinung zu vertreten ist klar, dass es zu großem Gelächter führte, als Dumpfbacke verkündet hatte sie wolle Medizin studieren. "Medizin, Kleine, is ja schließlich nur was für Superstudenten. Mach doch lieber was Leichteres"

Nicht verwunderlich also, dass ich irgendwann angefangen habe meine  leichtere Rolle zu leben und mich nur noch mit Äußerlichkeiten und Weggehen befasst habe. Bis dann eines Tages die Zweifel kamen und die Angst nichts zu sein. Nichts zu haben, außer das Blondchen Image. Und mit der Angst vor dem Nichts kam die Angst vor dem Kontrollverlust. Und dann kam das Hungern. Das Hungern, dass ich mittlerweile überwunden habe und dass nur in Extremsituationen zurückkommt und mir ein Gefühl von Halt gibt. In Extremsituationen wie jetzt, in denen mein Essverhalten dann verrückt spielt und von Fasten, über Bulimie bis hin zum Fressanfall mit anschließendem Übergeben alles möglich ist. Ein Grund mehr das Chaos in meinem Leben zu sortieren.

29.7.08 15:39


I woke up and wished that I was dead

 Wenn es einen Gott gibt, dann muss er Sadist sein.

Denn zu wissen,  dass heute der Tag war an dem er Schluss machen würde, hätte mir schon vollkommen gereicht um mich in den gleichgültigen Zustand vollkommener Passivität zu versetzten. Aber, dass dann der Wecker klingelt und mir die Weepies "I woke up and wished that I was dead" ins Ohr singen, war wirklich an der Grenze des guten Geschmacks. " I woke up and wished that I was dead, with an aching in my head, I lay motionless in bed. I thought of you and where you'd gone, and let the word spin maldy on"

Aber gut. Das Schicksal ignorierend, beschloss ich also mich anzuziehen. Wenigstens wollte ich hübsch aussehen, wenn er mich verlässt.

Ich entschloss mich also für den kurzen Jeansrock, der eigentlich total schuluntauglich sit und ein blaues Oberteil. Schließlich sollte er ja sehen zu was er da nein danke sagt.

Aber was verlässt er da denn eigentlich? Eine eingeschüchtertes Mächden mit Helferkomplex, das selber genug Probleme hat, als dass es sich um andere kümmern sollte. Ein essgestörtes Wesen, krampfhaft auf der Suche nach Liebe?

Eine wohl ziemlich treffende Beschreibung. Und würde man ihn fragen, würde er wohl nicken und gehen. Was er ja beim gestrigen Gespräch eindrucksvoll bewiesen hatte.

29.7.08 15:15





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung